Sage es mir und ich werde es vergessen!

Zeige es mir und ich werde mich erinnern!

Lass es mich tun und ich werde es verstehen!


Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie lassen sich begeistern, wollen den Dingen auf den Grund gehen, sie begreifen mit Händen und Füßen. Wenn man sie lässt, geschieht ein kleines Wunder: Sie lernen. Sie lernen, ohne dass es sich so anfühlt. So, als wäre es die natürlichste Sache der Welt. Sie lernen ohne Versagensangst, dafür mit viel Freude, ohne Leistungsdruck und ganz in ihrem eigenen Tempo. Sie lernen nicht für eine Prüfung, sondern tatsächlich für das Leben. Und: Sie hören auch nicht nach abgeschlossener Schulbildung – erschöpft und erleichtert – damit auf, sondern erhalten sich die Freude am Lernen, am Neuen, am Suchen nach kreativen Lösungen. Das wird sie nicht nur zu gefragten Kräften am Arbeitsmarkt machen, sondern vor allem zu selbstbewussten, eigenständig denkenden Menschen, die ihre Stärken kennen und sich selbst genug zutrauen, um sich ihren Schwächen zu stellen.

 

Wer begleitet die Kinder?

 In jeder Gruppe gibt es LernbegleiterInnen. Die sind aber nicht dazu da, die Kinder mit Wissen zu „füttern“, sondern geben nur den Rahmen vor und halten sich im Hintergrund. Es sind die Kinder, die – angetrieben von ihrer natürlichen Begeisterung für eine Sache – mit ihren eigenen Zugängen und in ihrem eigenen Tempo voranschreiten. Die LernbegleiterInnen stehen den Kindern dort, wo es nötig ist, unterstützend zur Seite. Auch externe Fachleute – vom Native Speaker aus England bis zum Korb flechtenden Opa aus dem Ort – werden gerne eingeladen, um ihr Wissen und ihre eigene Begeisterung aus erster Hand an die Kinder weiterzugeben. Die Kinder lernen in den altersübergreifenden Gruppen ganz stark voneinander: Beim gegenseitigen Erklären festigen sie ihr Wissen nachhaltig und reifen dabei so ganz „nebenbei“ zu hilfsbereiten, teamfähigen Menschen heran, die vermeintlich „Schwächeren“ respektvoll und wertschätzend zur Seite stehen.

 

Wie wird gelernt?

Beim Lernen selbst steht das „Begreifen durch Erfahren“ im Vordergrund: Unsere naturnahe Lernumgebung mitten im Grünen und eine Lernumgebung zum „Anfassen“  laden zum Entdecken ein. Wie man den Umfang einer Fläche errechnet, erfahren die Kinder bei uns zum Beispiel nicht von einer Formel im Mathematikbuch, sondern sie kommen praktisch von selbst darauf, wenn es darum geht, am Lernort gemeinsam einen Zaun aufzustellen. Wie lang der menschliche Darm ist, sehen sie nicht an einer Abbildung, sondern sie wickeln den fünf Meter langen Schlauch am Lernort aus und ein und „begreifen“ es so. Das ist Wissen, das bleibt. Die Themen ergeben sich bei diesem Zugang zum Lernen oft einfach von selbst, aus der natürlichen Neugier der Kinder heraus. Entdecken sie im Frühling etwa die erste Biene, wollen sie vielleicht plötzlich ganz genau wissen, wie Honig entsteht und ein Imker aus der Umgebung kommt, um es ihnen zu erklären.

 

 


Lebendig

... wie die Menschen bei uns

Ursprünglich

... wie unser Lernort

Herzlich

... wie unser Umgang miteinander

Natürlich

... wie unsere Art zu lernen

Achtsam

... wie wir dem Leben begegnen